goldenes Wissen
INHALT
In uns ist eine Frage lebendig: Was brauchen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wirklich?
Diese Frage führt uns seit vielen Jahren auf unserem Weg. Die Antworten, die sich für uns wahr anfühlen, sind uns wertvolle Wissens-Schätze.
Wir haben diese Wissens-Schätze über die Entfaltung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus unseren Begegnungen mit Menschen, denen die Frage ebenfalls ein Herzensanliegen ist. Manchen von ihnen begegneten wir persönlich (Weiterbildungen), anderen auf ihren Buchseiten (Bücher). Und bisweilen taucht manches Wissen einfach so in unseren Herzen auf – beim staunenden Blick in den funkelnden Sternenhimmel, bei unseren unzähligen Gesprächen zu zweit oder in einem Moment im Zusammensein mit Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen oder ihren Eltern (Blog/Aktuelles). Und natürlich halten wir unsere Sinne offen, so dass uns weitere Antworten finden und in uns entstehen.
„Immer und immer wieder beginnt mein Herz zu klopfen, wenn ich von dem Wissen erzählen darf, das uns in den letzten Jahren begegnete. Es fühlt sich so an, als wäre es Andreas und mir ans Herz gelegt worden. Es ergänzt unsere reiche Erfahrung so stimmig!“ (Stephanie)
Wir sehen, wie dieses Wissen uns dient. Je mehr wir neben unseren Erfahrungen auch Wissens-Schätze über die Entwicklungsphasen eines Kindes haben, desto bewusster und verständnisvoller können wir ein Kind in seiner Entfaltung begleiten.
Vielleicht spürst auch du, wie du beim Lesen der jetzt folgenden Wissens-Schätze lebendig, hell wach und voller Lust bist, mehr zu erfahren? Prüfe gut für dich!
Mit Verständnis fließt Liebe.
Mutter und Vater sind die wichtigsten Menschen im Leben des Kindes.
In ihnen wohnt eine tiefe Weisheit. Sie geben immer ihr Bestes.
21 Jahre lang reift das Kind zum jungen Erwachsenen heran.
Im Alter von 0 bis 7, von 7 bis 14 und von 14 bis 21 Jahre finden besondere Phasen der Entwicklung statt. Das Kind will sich auf dieser Erde zurecht finden und alles lernen, was es dafür braucht: zunächst durchs Nachmachen, dann durchs Mitmachen und schließlich durchs Selbstmachen. Es will die Welt als gut erfahren, als schön und als wahrhaftig. Zuerst kommt es ganz in seinem Körper an, dann in seinem Herzraum und schließlich in der Komplexität seines Geistes. Es erlebt sich immer wieder wie neu geboren: als wollender Mensch, als fühlender Mensch und als denkender Mensch. Um diesen Weg gehen zu können, ist es am Beginn seines Lebens ganz in der Symbiose mit Mama und in der Einheit mit Papa. Später treten weitere Vorbilder in sein Leben: der Lehrer und andere Erwachsene, die das, was sie an Wissen für dieses Erdenleben haben, lieben und dadurch für das Kind liebenswert und lebendig machen. Darauf folgend ist das starke „Ich“ der Eltern und Erwachsenen gefragt, damit der junge Mensch deren Werte, deren Überzeugungen und deren Denkweise greifen und widerspiegeln kann. Bis schließlich der junge Erwachsene Sinn darin sieht, die Welt mit seinem individuellen Sein und seiner eigenen Wahrheit voller Freude und großer Tatkraft mitzugestalten.
Ein Kind braucht sichere und heilsame Bindung.
Das Kind ist von Natur aus unreif. In der lebensnotwendigen Bindung an Mutter und Vater entspannt es tief und kann all seine Kräfte in seine Reifwerdung fließen lassen. Diese lebensfördernde, einzigartige, innige Bindung stellen Mutter und Vater sicher: Durch ihre Liebe zu ihrem Kind, ihre Präsenz und durch ihre klare Führung ihres Kindes.
Im Kind entsteht seine Bindung an seine Eltern in sechs Reifephasen:
- Bindung über die Sinne
- Bindung über Gleichheit
- Bindung über Loyalität und Zugehörigkeit
- Bindung über Bedeutsamkeit und Wertschätzung
- Bindung über Liebe
- Bindung über Vertrautheit
Der Bindungshunger des Kindes ist stärker als sein Hunger und Durst. Erst muss das Kind bindungs-satt sein. Gebundensein ist also noch wichtiger als Essen und Trinken!
Treten weitere Menschen in das Leben des Kindes – abhängig von seiner Bindungsreife–, geben die Eltern „den Bindungsstab“ weiter an Großeltern, Tante und Onkel, Lehrer, …
Ein Kind hat ECHTE Bedürfnisse.
In der Begleitung von Kindern kommen wir Erwachsene immer wieder in Situation, in denen wir uns fragen, was das Kind gerade wirklich braucht: „Nichts ist dir recht. Ich verstehe nicht, was du brauchst! “ Dann wirkt das kindliche Bedürfnis aus Sicht des Erwachsenen nahezu eigenartig, wenn für das Kind zum Beispiel der Stuhl am Esstisch zwei Zentimeter zu weit links steht. Welches ECHTE Bedürfnis drückt das Kind gerade aus? Was spricht seine Seelensprache, seine Körpersprache? Der Erwachsene blickt tief und sieht genau hin mit seinem weiten Herzen, seinen offenen Ohren und seinem wachen, klaren Blick … und liest das echte Bedürfnis des Kindes: Seine Körperspannung hat nachgelassen, das Leuchten in seinen Augen ist verloschen, die roten Bäckchen sind einer Blässe gewichen, es ist weinerlich und wütend… Ja, es ist müde und braucht jetzt wärmende Nähe und Halt für seinen Körper auf dem Schoß des Erwachsenen, schnell eine Kleinigkeit zu Essen und die Einleitung des Abendrituals. Ein außergewöhnlicher Tag mit unerwartetem Besuch der Großeltern geht zu Ende.

